Beispiele der Interpretation
Mycometer air FAI
Der FAI-Wert ist ein Indikator für das Vorhandensein einer Schimmelpilzinnenraumquelle, während das Niveau an Schimmel und Allergenen ein Hinweis auf das potenzielle Expositionsniveau ist.
Die FAI-Ergebnisse werden in fünf Interpretationskategorien unterteilt: A+, A, B, C und D. Diese Kategorien wurden aus Feldversuchen und dem Vergleichsmessungen von Proben aus schadensfreien Gebäuden sowie aus Gebäuden mit Schimmelpilzinnenraumquellen abgeleitet
Ergebnisse der Kategorien A+ und A stellen die normale Umgebung in Gebäuden ohne Probleme dar. Kategorie B ist nicht eindeutig, da sie sowohl in Gebäuden ohne Probleme vorkommen kann als auch auf eine Quelle mit geringerer Auswirkung auf den Raum hinweisen kann. Die Kategorien C und D gelten als außerhalb des normalen Bereichs, der in Gebäuden ohne Probleme gefunden wird, und weisen auf eine Schimmelquelle hin.
Beispiele:
Fall 1 zeigt Ergebnisse aus einem Wohnzimmer.

Der Schimmelwert im Wohnzimmer betrug 134, während der Gesamtallergenwert 1245 betrug. Der FAI-Wert wird wie folgt berechnet:

(Die Berechnung erfolgt automatisch in der Excel-Tabelle, aus der das Ergebnisblatt ausgedruckt werden kann.)
Alle Werte im Wohnzimmer liegen in Kategorie A. Dies weist auf eine normal belastete Raumluft hin, die nicht durch eine Schimmelpilzinnenraumquelle beeinflusst ist, wie sie typischerweise in schadensfreien Gebäuden zu finden ist.
Fall 2 zeigt Ergebnisse aus Proben, die in einem Schlafzimmer entnommen wurden.

Der FAI-Wert beträgt 98 % und ist damit extrem hoch. Der Schimmelwert liegt bei 635 und ist höher als das, was normalerweise in schadensfreien Gebäuden mit normalem Reinigungsstandard zu erwarten ist. Der Gesamtallergenwert beträgt 650, was ein typisches Ergebnis für ein schadensfreies Gebäude mit normalem Reinigungsstandard ist.
Fazit:
Der hohe festgestellte Schimmelwert ist auf das Vorhandensein einer signifikanten Schimmelquelle (Schimmelwachstum) zurückzuführen.
Fall 3 zeigt Ergebnisse aus einer Küche.

Der FAI-Wert beträgt 3 % und ist damit sehr niedrig. Dies weist auf einen Raum hin, der nicht durch eine Schimmelquelle beeinflusst ist. Der Schimmelwert liegt bei 607 und ist damit höher als typischerweise in Gebäuden ohne Probleme zu finden. Der Gesamtallergenwert beträgt 17.780 und liegt damit sehr deutlich über den Werten, die in Gebäuden ohne Probleme mit normalem Reinigungsstandard üblich sind. Das potenzielle Expositionsniveau ist für Schimmel hoch und für Gesamtallergene sehr hoch.
Fazit:
Die erhöhten Werte für Gesamtallergene und Schimmel sind auf einen unzureichenden Reinigungsstandard zurückzuführen, da der FAI-Wert keine Hinweise auf eine Schimmelquelle zeigt, die den Raum beeinflusst
Fall 2 und 3 zeigen einen wichtigen Vorteil der FAI-Methode. Obwohl der Schimmelwert in beiden Räumen nahezu gleich war, ist die Schlussfolgerung gegensätzlich. In Haus 1 gibt es im oder in der Nähe des Schlafzimmers eine Schimmelquelle, die den Schimmel verstärkt, während es in der Küche keine Anzeichen für eine Verstärkung (kein Schimmelwachstum) gibt.

Mycometer air FAI analysiert Luftmessungen von Schimmelpilzpartikeln, Schimmelpilzsporen, Hyphenfragmenten und Schimmelpilz-Mikrofragmenten im Verhältnis zu parallel ausgeführten Luftmessungen von Allergenen wie u.A. Staubmilben, Pollen, Tierhaare, Hautschuppen und Schimmelpilze. Der Bewertungsindex basiert auf Felddaten und Referenzmessungen aus u.A. schadensfreien Gebäuden.
Aktivierte Probeentnahme bedeutet, dass die Raumluft nach dem Mycometer Verfahren mobilisiert wurde, wobei der sedimentierte Hausstaub mobilisiert wurde. Diese Methode ergibt sehr gut reproduzierbare Messergebnisse.
Versteckter Schimmelbefall kann nicht immer durch Luftmessungen erkannt werden. Wenn eine Innenraumquelle eingekapselt ist, und Schimmelpilzpartikel nicht an die Raumluft freigegeben werden, können diese oft messtechnisch bei Raumluftmessungen nicht erfasst werden. Deshalb kann ein versteckter Befall auch bei normaler Raumluftbelastung nicht ausgeschlossen werden.