Beispiele der Interpretation
Mycometer air Fungi
Mycometer Air Fungi (MAF) ist eine Methode, die auf aktivierter Luftprobenahme gemäß dem „Mycometer Protocol for Activated Air Sampling“ (Mycometer©) basiert.
Die Ergebnisse werden in fünf Bewertungskriterien eingeteilt: A+, A, B, C und D. Diese Kategorien wurden aus Feldversuchen und dem Vergleichsmessungen von Proben aus schadensfreien Gebäuden sowie aus Gebäuden mit Schimmelpilzinnenraumquellen abgeleitet (siehe Interpretationstabelle unten).
Der MAF-Wert ist ein Indikator für das potenzielle Niveau der Schimmelexposition.
Ein Beispiel:
Fall 1 stellt die Ergebnisse einer Untersuchung in einem Schlafzimmer und einem Wohnzimmer dar.

Der Messwert von 117 im Schlafzimmer entspricht der Kategorie A und liegt damit im typischen Bereich von Räumen in nicht auffälligen Gebäuden. Der Messwert im Wohnzimmer betrug 1211 und ist der Kategorie C zuzuordnen. Dies kann auf das Vorhandensein einer Schimmelquelle oder auf unzureichende Raumhygiene hinweisen.
Zur Beurteilung einer möglichen Schimmelpilzinnenraumquelle ist eine FAI-Messung als geeigneteres Untersuchungsverfahren anzusehen.
Fall 2 zeigt Messergebnisse nach einer durchgeführten Schimmelsanierung, bei der eine erfolgreiche abschließende Reinigung mit Kontrollmessung zur Sanierungsfreigabe vorgenommen wurde. Alle drei Proben liegen in der Kategorie A+.

Die Kategorien A+ und A weisen darauf hin, dass die Schimmelbelastung in den Schlafzimmern nach der Reinigung als niedrig zu bewerten ist und dem in schimmelfreien Gebäuden mit ordnungsgemäßem Reinigungsstandard üblichen Niveau entspricht.
Bewertungskriterien

Mycometer Air Fungi misst den Gehalt an pilzlichen Partikeln wie z. B. Pilzsporen sowie Mikro- und Hyphenfragmente. Die Methode ist quantitativ und zeigt das vorhandene Pilzniveau und damit die potenzielle Exposition im jeweiligen Raum an.
Aktivierte Luftprobenahme bedeutet, dass ein von Mycometer A/S festgelegtes Standardprotokoll angewendet wurde, bei dem abgelagerte Staubpartikel wieder in die Luft aufgewirbelt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die aktivierte Probenahme repräsentative und reproduzierbare Probenergebnisse liefern.
Verstecktes Pilzwachstum, z. B. in Wandhohlräumen oder unter dem Fußboden, kann nicht immer durch Luft- oder Staubproben nachgewiesen werden – unabhängig davon, welche Methode verwendet wird. Ist das Pilzwachstum wirksam eingeschlossen, sodass keine pilzlichen Partikel entweichen können oder kein Kontaminationspfad in den Raum besteht, kann das versteckte Pilzwachstum nicht nachgewiesen werden.
Als unproblematische Gebäude werden hier Gebäude definiert, bei denen nach einer Inspektion keine sichtbaren Anzeichen von Schimmelwachstum oder sichtbare Feuchteschäden, kein muffiger Geruch und keine sonstigen Hinweise auf ein Schimmelproblem festgestellt werden.